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Nos corps lumineux

Autor:in

Aliona Gloukhova

Über das Buch

Das Buch der aus Belarus stammenden französischsprachigen Autorin Aliona Gloukhova erscheint zum ersten Mal auf Belarusisch in der autorisierten Übersetzung von Alena Piatrovich. Mit diesem dritten Roman kehrt Aliona Gloukhova zu der autobiografischen Ader ihres Debüts zurück. Nos corps lumineux erzählt in der ersten Person die Geschichte einer entzauberten Liebe. Eineinhalb Jahre liegen zwischen der ersten Sprachnachricht ihres Mannes, in der er von Trennung spricht, und ihrer tatsächlichen Scheidung. Aus dieser Zeit des Verlusts der eigenen Wirklichkeit, des Nomadendaseins, der Zerwürfnisse und Lockdowns, aber auch einer fruchtbaren Neuordnung speist sich eine Erzählung, in der sich verschiedene Zeitebenen überlagern. Gloukhova widersteht jeder Form von Verbitterung, lernt zu fallen und sich mit ihrem inneren Ungleichgewicht einzurichten, um umso besser zu sich selbst zu finden und eine irdische Konstellation neu zusammenzusetzen. Die poetische Anmut ihres Schreibens und die verwobene, fragmentarische Erzählweise entsprechen der lebendigen, traumgleichen Emotionalität, die diesen Roman durchzieht.

Über den/die Autor:in

Aliona Gloukhova wurde in Minsk, Belarus, geboren. Sie studierte Kunsttheorie in Minsk, Filmtheorie in Sankt Petersburg und Kreatives Schreiben in Paris. Als Autorin des Verlags Éditions Verticales/Gallimard lebt und arbeitet sie seit 2013 in Frankreich. Sie schreibt autofiktionale Romane, Essays und Lyrik, übersetzt aus dem Russischen und Belarusischen und beteiligt sich an kollektiven künstlerischen Projekten wie Ausstellungen, Künstlerbüchern und Performances. Ihr erster Roman, Dans l’eau je suis chez moi, wurde 2019 mit dem Prix Murat – Université de Bari – Un roman français pour l’Italie ausgezeichnet und diente als Vorlage für den Dokumentarfilm Our Quiet Place von Elitza Gueorguieva (2020). Außerdem veröffentlichte sie De l’autre côté de la peau (Éditions Verticales, 2022) sowie Exercices de proximité in Claude Bathos Visages et paysages d’en haut (Éditions Fage, 2022).

Web-Seite der Autorin

Foto: Elitza Gueorguieva

Über den Verlag

Miane niama (Mich gibt es nicht) ist ein belarusischer Exilverlag in Warschau, der autobiografische Prosa von zeitgenössischen belarusischen Autor:innen verlegt. Die belarusische Publikation ist dank der Unterstützung von Editions Verticales und Editions Gallimard möglich geworden.

Übersetzer:in

Alena Piatrovich ist Übersetzerin und Autorin, in der Vergangenheit auch promovierte Linguistin. Sie übersetzt Literatur verschiedener Gattungen, vorwiegend aus dem Englischen und Polnischen ins Belarusische: Belletristik, Sachbücher, Kinderliteratur und gelegentlich Lyrik. Zu ihren Übersetzungen gehören die Harry-Potter-Bücher, Essays von Hannah Arendt, Gedichte von Bohdan-Ihor Antonytsch sowie Klassiker der Kinderliteratur wie Akademia pana Kleksa von Jan Brzechwa und The Secret Garden von Frances Hodgson Burnett. Zweimal wurde sie mit dem Carlos-Sherman-Preis für die beste Übersetzung ausgezeichnet: 2020 für Harry Potter and the Chamber of Secrets von J. K. Rowling und 2023 für Nienasycenie von Stanisław Ignacy Witkiewicz. Sie ist Autorin des Buches Das blaue Haus. Meine Geschichte von Wizebsk (Miane niame, 2025). Alena Piatrovich wurde 1985 in Wizebsk geboren. Seit 2021 lebt sie in Warschau und zeitweise in Krakau.

Foto: Wijaleta Sautschyz

Produktionsstand

Das Buch geht demnächst in den Druck.